Bewegung

Der erste Griff nach dem Mobile, der Moment, wenn sich das Kind völlig unerwartet umdreht, oder die ersten Schritte geben Eltern oft das Gefühl ihr Kind entwickelt sich am stärksten im ersten Lebensjahr. Die größte Entwicklung des Kindes geschieht jedoch zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr. 

Dementsprechend groß ist auch der Bewegungsdrang in dieser Zeit. Im dritten Lebensjahr steigert sich das Bewegungsbedürfnis der Kinder und erreicht zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr seinen Höhepunkt. 

Motorische Entwicklung – ein innerer Prozess

Der bekannte Kinderarzt Remo H. Largo vertritt die Ansicht, dass wir die motorische Entwicklung unserer Kinder nicht forcieren können. Er schließt daraus, dass die Bewegungsentwicklung ein innerer Prozess ist, der sich unabhängig von unserer Förderung vollzieht. 

Er bringt das Beispiel von Kindern die aus gesundheitlichen Gründen die ersten 10-15 Lebensmonate in einem Gipsbett verbringen mussten. Sobald diese medizinische Maßnahme nicht mehr notwendig war, konnten sie von heute auf morgen laufen, ohne je gekrabbelt, gerobbt oder gerollt zu sein. 

Auch wenn es daher keinen Sinn macht mit unseren Kindern Bewegungsabläufe bewusst „zu üben“, haben wir dennoch großen Einfluss auf seine motorische Entwicklung. Am meisten unterstützen wir unsere Kinder indem wir ihnen unterschiedlichste Möglichkeiten anbieten Erfahrungen zu machen.

Bewegungsräume anbieten

Remo H. Largo spricht von „Bewegungsräumen“ wie z.B. Spielplätzen, Wiesen oder Wäldern. Ergänzen kann man dies leicht durch unterschiedliche Untergründe wie z.B. Rindenmulch, Gatsch, Wiese und etliches mehr. Auch in der Wohnung ist dies durch die Bereitstellung von Teppichen, Pölstern und Matten möglich. 

Die Entwicklung des Kindes im Überblick

Auf den folgenden Seiten finden Sie ein Überblick über die Bewegungsentwicklung eines Kindes. Sehen sie diesen jedoch bitte nur als groben Anhaltspunkt. Nichts ist schlimmer als die ängstlichen oder gar neidischen Vergleiche von Müttern am Spielplatz. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. 

Geben Sie daher Ihrem Kind die Zeit sich individuell entwickeln zu können. Und wenn Sie sich wirklich unsicher fühlen ist Ihr Kind am besten bei Ihrem Kinderarzt aufgehoben, der es kennt und seine Entwicklung mitverfolgt hat.